Auszug aus einem Interview zum Thema
"Wie aus Gertrude Drack die "Rabengerti" wurde ":

"... das Schlüsselerlebnis war wohl die Begegnung mit Konrad Lorenz, dem Begründer der vergleichenden Verhaltensforschung.

Nobelpreisträger Konrad Lorenz, der Begründer der vergleichenden Verhaltensforschung.

Ich war zur Wiedereröffnung des Schlosses Scharnstein, das zuvor renoviert und für eine Ausstellung adaptiert worden war eingeladen. Wie es der "Zufall" wollte war mein Tischnachbar ein gewisser Konrad Lorenz, und wie es der "Zufall" weiter wollte, hatte sich der Hausherr, Baron Seyrl für den Nobelpreisträger einen besonderen Test ausgedacht:

Zwei scharfe und äußerst aggressive Schäferhunde wurden von ihren Wärtern hereingebracht und zum "Herrn Professor" geführt, er solle doch mal sehen, ob mit den beiden, deren "Wachsamkeit" etwas außer Kontrolle geraten war etwas zu machen sei. Lorenz ging auf die Hunde zu, sah ihnen in die Augen, sagte etwas und begann sie zu streicheln. Es war unglaublich - die Hunde, die Berührung bisher bestenfalls von ihren Pflegern geduldet hatten, und jeden Fremden zerrissen hätten, stellten das Knurren und Zähnefletschen ein und entspannten sich augenblicklich. Es sah aus wie Hypnose. Und war doch das Ergebnis von gekonnter Kommunikation zwischen Mensch und Tier...
Von da an hat mich die Faszination nie mehr losgelassen: Mein Tischnachbar musste ausführlich Rede und Antwort stehen, und der heimische Bücherschrank begann sich anschließend bald unter Werken über vergleichende Verhaltensforschung zu biegen.
Da ich aber bald feststellen musste, dass Gebiete wie zum Beispiel die Genetik ohne wissenschaftliche Ausbildung doch schwer zugänglich sind wurde jetzt aus der "unbedarften Hausfrau" eine eifrige Studentin:

Zuerst 1983 die B-Matura am BFI Gmunden mit ausgezeichnetem Erfolg, dann 1984 - damit die Studienberechtigung auch gleich da ist - die "normale" Matura in Salzburg.
Von 1984 bis 1989 folgten meine Studienjahre der Biologie und der Zoologie an der Uni Salzburg. Am 14. November 1991 schloss ich meine Diplomarbeit zum Thema "Die Wasservogelgemeinschaft des Almsee" mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Ja, und mein bislang letzter akademischer Streich ist die Dissertation über die "Jungrabengemeinschaft der Almtaler Kolkraben" vom 2. Februar 1995.
Seither widme ich mich der Feldforschung (speziell des Spielverhaltens freifliegender Kolkraben), dem Verfassen von populärwissenschaftlichen Büchern, und vor allem meinen zahmen Raben Kraxi und Arthur.
Und die Faszination, die Konrad Lorenz damals geweckt hat treibt mich immer noch an: Die Kommunikation zwischen Mensch und Tier."

Raben erwarten von ihrer "Rabenmutter" Mund-zu-Schnabel-Füterung